Babesiose


Leider gibt es ja auch noch andere Krankheiten, die ein Hund so bekommen kann. Die Babesiose gibt es nämlich leider auch in Deutschland. Deshalb ist Zeckenschutz sehr wichtig, da nur so die Krankeheit nicht weiter verbreitet werden kann.

Die Dermacentor Zecke, auch Auwaldzecke genannt, überträgt die Babesiose.
Man unterscheidet zwischen Babesia canis (schwere Form) und Babesia vogeli, die z. B. mehr in Frankreich und Ungarn vorkommt.
  Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Auwaldzecke

Die Inkubationszeit beträgt 10-21 Tage nach einem Zeckenbiss, verläuft akut, seltener chronisch, Kreuzimmunität kann fehlen.

Das Krankheitsbild äußert sich bei der akuten Form so:
Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit, zerebrale Störungen, Gelbsucht, Blutfarbstoffverlust über die Nieren (im Urin nachweisbar) und Anämie. Desweiteren ist der DIK
(Disseminierte intravasale Koagulopathie) gestört, d.h. eine übermäßig stark ablaufende Blutgerinnung in den Blutgefäßen und daraus resultierend eine Blutungsneigung (z.B. wiederholtes Nasenbluten). Hier gibt es einen interessanten Link dazu:  DIK genauer erklärt

Bei der chronischen Form so:
Apathie, Abmagerung, Fieber, akutes Nierenversagen bis hin zum Multiorganversagen, Leberinsuffizienz und Anämie. Bei der Anämie kann es zu einer Panzytopenie kommen, d.h. das Blutbild weist gestörte Leukozyten, Thrombozyten und Blutplättchen auf. Dies regeniert sich bei Behandlung aber meistens innerhalb von 3 Monaten wieder. Auch hier habe ich einen Link dazu: Panzytopenie

Generell kann bei Nichtbehandlung diese Krankheit, in schockartigem Zustand, zum Tode führen!

Quelle:
"Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin", Auflage Nov. 2012 von Deplazes/Eckert/Samson-Himmelstjerna und Zahner

 

Update November 2015: Es gibt mittlerweile den agressiveren "Ungarn-Stamm" der Babesiose-Canis, diese wird anders behandelt. Nähere Informationen dazu findet man hier: Ungarn-Stamm der Babesiose


Quelle: Parasitus-Ex